Infos über Namibia

Ursprüngliche Landschaften, eine faszinierende Tierwelt, zahlreiche Outdoor-Aktivitäten und diese einzigartige Mischung aus afrikanischen und europäischen Einflüssen machen Namibia zu einem faszinierenden Reiseziel.

Nach nur zehn Stunden Nachtflug erwacht man in einer völlig anderen Welt: Spannend, fremdartig und vertraut zugleich. In keinem anderen afrikanischen Land kommen Besucher so leicht mit den Einwohnern ins Gespräch wie in Namibia, denn viele Menschen sprechen und verstehen Deutsch.

Erleben Sie mit uns die intensiven Farben Namibias, die sagenhaften Dünen- und Felslandschaften der Namib-Wüste, die sattgrünen Flussoasen im Caprivi-Streifen, die wilde Skelettküste oder auch den Etosha National Park mit seinem Tierreichtum.

Mit sich allein im Süden Namibias

Sanft geschwungen ziehen sich die roten und gelben Sandberge der Namibwüste bis über Horizont hinweg. Atem raubend tief schneiden sich die Schluchten des Fischfluss Canyons in die weit ausholenden Ebenen. Wild und stolz recken sich die zerklüfteten Berge der Naukluft in den strahlend blauen Himmel.
In diesen gewaltigen Landschaften unterwegs, blickt man nicht nur mit Staunen um sich, sondern auch mit ganz anderen Augen in sich hinein. Nur hier und da erblickt man fernab der Schotterstraße eine Farm, noch seltener trifft man auf eine Ortschaft. Wasser sieht man nur im südlichen Grenzfluss Oranje (Gariep) und in wenigen Stauseen; Regen fällt selten und in kleinen Mengen. Doch gerade in der Kargheit liegt der Zauber des Südens.

An diesen Lebensraum haben sich einmalige Pflanzen angepasst wie Köcherbaum, Halbmensch oder Wiederauferstehungsbusch.
Hier sind Springbock, Gemsbock und Strauß zu Hause. Der Mensch dagegen ist oft nur ein vorübergehend geduldeter Gast, wie etwa in den verlassenen Diamantensiedlungen Pomona oder Kolmanskuppe.

Zwischen Mahangu-Feldern und Makalani-Palmen - der Norden Namibias

Schnurgerade zieht sich die Teerstraße auf leicht erhöhtem Fahrdamm durch die Ebene. Links und rechts reiht sich Feld an Feld mit maisartigen Pflanzen, eingefasst von brusthohen, dicht an dicht in den Boden gerammten dicken Ästen und beherrscht von einer Ansammlung reetgedeckter Hütten.
Ab und zu kreuzt man langgezogene Senken, in denen vereinzelt noch Wasser steht. Mal allein, mal gesellig recken hochstämmige Makalani-Palmen sich wie überdimensionale, grün-köpfige Pusteblumen in den azurblauen Himmel.
Der hohe Norden Namibias – das Gebiet zwischen dem Etosha Nationalpark und der Grenze zu Angola – ist so ganz anders als der Rest des Landes: Flach, grün und voller Menschen. Der Boden besteht größtenteils aus Sand; Felsen und Steine findet man nur selten. Die Ebene wird von vielen langgezogenen Senken durchzogen, den so genannten Oshanas, die sich in der Regenzeit mit Wasser füllen. Ursprünglich bestand die Vegetation aus einer Mischung von Grasland, Strauchsavanne und Trockenwald. Heute allerdings ist der Wald bis auf wenige Randgebiete verschwunden – von ihm zeugen nur noch die vielen Zäune der Gehöfte. Übrig geblieben sind im zentralen Norden lediglich die markanten Makalani-Palmen, im Nordwesten die Mopane-Wälder und ganz vereinzelt die mächtigen Baobab-(Affenbrot-) Bäume. Wild gibt es in dem fruchtbaren Landstrich nicht mehr; es wurde ins südlich angrenzende Etosha zurückgedrängt. Am schönsten präsentiert sich das Land in der Regenzeit – eine leicht irreführende Bezeichnung für die Monate Oktober bis April, in denen es lediglich mit größerer Wahrscheinlichkeit regnet als in den übrigen Monaten der Trockenheit.
Die Oshanas erhalten dann auch vom nördlich gelegenen Angola her Zufluss und stellen mit ihrem Fischreichtum eine wertvolle Nahrungsquelle für die Menschen dar.

Zurück zum Ursprung - im äußersten Nordwesten Namibias

Gurgelnd stürzen sich die Fluten in die Tiefe, grollend schallt es von unten herauf. Hinter einem Schleier aus feinsten Nebeltröpfchen wölbt sich ein schillernder Regenbogen. In den nassen, steil abfallenden Felsen krallt sich ein gewaltiger Baobab. Hunderte Makalani-Palmen säumen das Delta des Flusses vor der Felsschwelle. Zwischen den vielen Kaskaden weiß schäumender Wasserfälle recken sich nackte Felsen aus üppiger Vegetation – eine grüne Insel inmitten der braunen, kargen Landschaft der umgebenden Berghänge.
Die Epupa Fälle sind eine der vielen Attraktionen im äußersten Nordwesten Namibias, dem Kaokoveld. Sie sind Teil des Kunene, des Flusses, der das Gebiet im Norden begrenzt und gleichzeitig die Landesgrenze zwischen Namibia und Angola bildet. Im Osten stößt das Kaokoveld an die von Ovambo-Völkern bewohnte Region Omusati und an den Etosha National Park, im Westen an den Skelettküsten Park und im Süden an das von Ost nach West verlaufende Hoanib Rivier (Trockenfluss).
Mit einer Fläche von etwa 49.000 km⊃2; ist das Gebiet etwa so groß wie die Schweiz. Das Kaokoveld gilt als eine der letzten einsamen und wilden Gegenden Namibias – auch wenn der Tourismus dort in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat. Doch noch konzentrieren sich die Reiserouten auf einige Ortschaften und Verbindungsstraßen. Der größte Teil des riesigen Gebietes dagegen, vor allem der Westen, ist dünn oder gar nicht besiedelt, weist abenteuerliche Pisten auf und kann nur mit einem geländegängigen Wagen bereist werden.

Fluss im Überfluss – unterwegs im Caprivi

Der hohe, langgezogene, klagende Schrei geht durch Mark und Bein. Er schallt herüber von den Auen des Chobe Flusses. Nach langer Suche entdeckt man den Verursacher: Im Zwielicht der Abenddämmerung stößt ein Schreiseeadler von einer Baumkrone auf die Wasserfläche hinab, greift kurz zu und kehrt, die zappelnde Beute in den Klauen, mit kräftigem Schlag seiner Schwingen zu seiner Baumkrone zurück. Der majestätische Vogel mit seinem markanten Ruf steht wie kein zweites Tier für diesen Teil Afrikas, in dem es Wasser im Überfluss, eine vielfältige Vegetation und eine reichhaltige Tierwelt gibt. Der Caprivi im Nordosten Namibias verfügt über zum Teil riesige Gebiete, die seit Jahrzehnten unter Naturschutz stehen. Einige wenige Parks sind wegen Überflutung jahreszeitlich bedingt nicht immer zugänglich.



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